Erfundene Zahlen: 52/65 betrifft die Antwortenden. Das Diagramm misst keinen Rauchstopp und erklärt keine fehlenden Antworten.
- 80 nehmen teil
Teilnahme ist nicht automatisch der Bewertungsnenner.
- 65 antworten; 15 nicht
Fehlende Bewertungen sind keine tatsächlichen Antworten.
- 52 hilfreich; 13 andere Antworten
80% der Antwortenden, keine Rauchstoppquote.
Eine positive Bewertung ohne klaren Nenner
Das folgende Beispiel ist vollständig erfunden, ohne reale Studie oder DOI. Ein Abstract zu einem Planungsblatt sagt: ‚80 Erwachsene nahmen teil; die meisten fanden das Blatt nach einer Woche hilfreich.‘ Das beschreibt Rückmeldungen zur Akzeptanz, verrät aber noch nicht, wie viele geantwortet haben. ‚Hilfreich‘ bedeutet nicht, dass jemand aufgehört hat zu rauchen.
Fragen Sie nach angeschriebenen und antwortenden Personen, genauer Frage und Vergleichsgruppe. Machen Sie daraus weder ‚die meisten hörten auf‘ noch negative Bewertungen der Personen ohne Antwort.
Der Volltext schließt eine Lücke, nicht alle
Im erfundenen Vollbericht ist der Feedbackbogen nach einer Woche freiwillig; eine Vergleichsgruppe fehlt. Von 80 Personen antworten 65: 52 wählen ‚hilfreich‘, 13 andere Antworten, 15 geben keine Bewertung. 52/65 sind 80% der Antwortenden, keine Rauchstoppquote. Fehlende Antworten dürfen nicht einfach zur Antwortkategorie werden.
Damit sind Nenner und Aufgabe geklärt, nicht die Wirkung. Eine freiwillige Akzeptanzfrage ohne Vergleich beantwortet diese nicht. Enthalten die Methoden keinen Rauchstatus-Endpunkt, beschreiben Sie Feedback statt Rauchstopp; erfinden Sie kein ausgelassenes Wirkungsergebnis.
Steht im Abstract nichts zu unerwünschten Folgen, suchen Sie in Methoden und Ergänzungen nach deren Erfassung. Schweigen heißt nicht ‚keine aufgetreten‘. Ohne Erklärung der Erfassung bleibt die Frage offen; aus dem nichtmedizinischen Arbeitsblatt-Beispiel wird keine Sicherheitsstudie.
Auslassung, Widerspruch und Nichtmessung unterscheiden
ICMJE verlangt eine zum Artikel passende Kurzfassung mit wichtigen Grenzen. Bei unterschiedlichen Nennern prüfen Sie Definitionen und Korrekturen, statt die eindrucksvollere Zahl zu wählen.
Eine Lücke im Abstract führt zu Methoden, Ergebnissen oder Ergänzungen. Danach nicht gefundene Angaben werden mit dem Zugangsbereich dokumentiert. ‚Nicht gemessen‘ braucht die Messbeschreibung. Bezahlschranken sind kein Beweis für Verschleierung.
Geklärtes und Offenes gemeinsam festhalten
Zum Beispiel: ‚Einwöchiges Feedback ohne Vergleich: 52/65 Antwortende bewerteten das Blatt hilfreich; 80 nahmen teil, 15 Bewertungen fehlen. Die hier beschriebenen Methoden nennen keinen Rauchstopp-Endpunkt. Erfassung unerwünschter Folgen ungeprüft.‘
Bei echten Artikeln notieren Sie Fundstelle und passende Tabelle oder Abschnitt. Für eine öffentliche Manuskriptanfrage ist die eigene Rauchgeschichte unnötig. Persönliche Unterstützungs- oder Behandlungsfragen besprechen Sie mit qualifiziertem medizinischem Fachpersonal oder einer Fachstelle für Tabakentwöhnung vor Ort.
Das Wichtigste
Häufige Fragen
Kann ein Abstract ohne Volltext nützlich sein?
Ja, zum Finden der Forschungsfrage und einer vorläufig beschriebenen Beobachtung. Kennzeichnen Sie die reine Abstract-Lektüre und die offenen Angaben; sie ist keine abgeschlossene kritische Bewertung.
Quellen
Die zentralen Aussagen dieser Seite wurden anhand der folgenden Quellen geprüft.
- NCCIH, National Institutes of Health: How To Make Sense of a Scientific Journal Article — Abstract and Main Sections
Quellen geprüft: 2026-10-03
- International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE): Preparing a Manuscript — Abstract
Quellen geprüft: 2026-10-03
Lesehilfe mit einem vollständig erfundenen Beispiel, ohne Wirkungsnachweis, Sicherheitsurteil oder individuelle Behandlungsempfehlung.